Die Wahl zwischen Wärmeleitpaste, Wärmeleitpads und Wärmeleitkitt hängt davon ab, welches Bauteil gekühlt wird und wie groß der Abstand zwischen diesem Bauteil und dem Kühlkörper ist. Die verbreitete Annahme, das Erneuern der Wärmeleitpaste eines Laptops behebe Temperaturprobleme garantiert, führt häufig zu unerwarteten thermischen Problemen. Tatsächlich kann die CPU danach weiterhin über 90°C erreichen; werden an den umliegenden Bauteilen ungeeignete Wärmeleitpads eingesetzt, kann sich das gesamte Kühlergebnis sogar verschlechtern. Der verlinkte Bericht zum ASUS ROG G16 zeigt, dass der Austausch der Paste gegen MX-4 die CPU-Temperatur beim Spielen nicht unter 90°C hielt. So meldete etwa ein Besitzer eines ASUS ROG G16 CPU-Temperaturen von über 90°C beim Spielen, obwohl er MX-4-Wärmeleitpaste aufgetragen hatte. Das verdeutlicht, dass Materialwahl und Auftragstechnik wesentlich differenzierter zu betrachten sind als oft angenommen. CPU-/GPU-Dies, VRAM und VRMs benötigen unterschiedliche Schnittstellenmaterialien: Dieser Leitfaden ordnet Wärmeleitpaste, Pads und Wärmeleitkitt den jeweiligen Stellen zu und nennt Fehler, die die Kühlung verschlechtern können.
Wichtigste Erkenntnisse
- Auch nach dem Erneuern mit herkömmlicher Wärmeleitpaste kann die CPU-Temperatur eines Laptops über 90°C liegen, wenn das Material nicht richtig aufgetragen wurde.
- Wärmeleitpads mit der falschen Stärke erzeugen kritische Luftspalte, beeinträchtigen die Wärmeübertragung und erhöhen die Bauteiltemperaturen.
- Die Unterscheidung zwischen Wärmeleitpaste für CPU/GPU und Pads bzw. Wärmeleitkitt für VRAM/VRM ist für eine wirksame Wärmeübertragung und zur Vermeidung thermischer Drosselung entscheidend.
- Wärmeleitkitt ist eine flexible Lösung für VRAM/VRM und passt sich unebenen Oberflächen besser an als starre Wärmeleitpads.
CPU-Temperaturen über 90°C nach dem Erneuern der Wärmeleitpaste: die unerwartete Realität des Wärmemanagements
Selbst bei sorgfältigem Auftrag kann das Erneuern der Wärmeleitpaste auf CPU und GPU eines Laptops zu unerwartet hohen Temperaturen führen, die unter Last mitunter 90°C überschreiten. Die Beispiele ASUS ROG G16 und ASUS TUF F15 zeigen, warum frische Paste keine Temperaturgarantie ist: Beide Geräte blieben unter anhaltender Last über 90°C. So berichtete ein Besitzer eines ASUS ROG G16 auf Reddit von CPU-Temperaturen über 90°C beim Spielen, nachdem er die beliebte Hochleistungs-Wärmeleitpaste Arctic MX-4 aufgetragen hatte. Das war kein Einzelfall: Bei einem weiteren ASUS TUF F15 wurden bereits nach 10 Minuten 96°C gemessen, obwohl sowohl Wärmeleitpaste als auch Wärmeleitkitt aufgetragen worden waren. Frische Paste allein bestimmt die Laptop-Temperaturen nicht; auch der Kontakt des Kühlkörpers, der Montagedruck und die Schnittstellenmaterialien an benachbarten Bauteilen spielen eine Rolle.
Ein Besitzer eines ASUS ROG G16 berichtete, dass seine CPU beim Spielen trotz MX-4-Wärmeleitpaste über 90°C erreichte, woraufhin er professionelle Hilfe suchte. Quelle: Reddit r/pcmasterrace
Betrachten Sie das Erneuern der Wärmeleitpaste als Test: Vergleichen Sie die Temperaturen vorher und nachher bei identischer Arbeitslast. Nach dem Auftragen neuer Wärmeleitpaste müssen die Temperaturen unter denselben Lastbedingungen überwacht werden, beispielsweise während eines 20-minütigen Cinebench-R23-Laufs oder einer 30-minütigen Spielsitzung, und mit den zuvor gemessenen Werten verglichen werden. Bleiben die Temperaturen kritisch oder steigen sie weiter, ist eine genauere Untersuchung erforderlich. Faktoren wie ein zu geringer Montagedruck des Kühlkörpers, Luftblasen in der Pastenschicht oder eine ungleichmäßige Verteilung können die Wärmeleitfähigkeit beeinträchtigen. Laut Electronics Cooling Magazine setzt die thermische Drosselung typischerweise bei Sperrschichttemperaturen von 95-105°C ein. Dauerhafte Temperaturen über 90°C nähern sich daher bereits kritischen Grenzwerten und beeinträchtigen die Leistung. Diese Realität zu verstehen, ist der erste Schritt zu einem wirksamen Wärmemanagement des Laptops.
CPU und GPU gegenüber VRAM und VRM: Wo Paste, PTM, Pads und Wärmeleitkitt hingehören
CPU-/GPU-Dies und VRAM-/VRM-Module verwenden nicht dasselbe Wärmeleitmaterial (TIM): Dies benötigen eine dünne Schicht, benachbarte Bauteile dagegen ein spaltfüllendes Material. Ein häufiges Problem besteht darin, die hochleitfähige Wärmeleitpaste oder das Phasenwechselmaterial (PCM) für CPU- und GPU-Dies mit den Wärmeleitpads oder dem Wärmeleitkitt für den umliegenden VRAM (Video Random Access Memory) und die VRM-Bauteile (Voltage Regulator Module) zu verwechseln. Diese kleineren, quaderförmigen Bauteile befinden sich oft neben dem Hauptprozessor und weisen andere Oberflächeneigenschaften und thermische Anforderungen auf als die glatten, polierten Dies von CPU und GPU.
Ein Reddit-Nutzer fragte ausdrücklich: „Welches Wärmeleitpad eignet sich besser für CPU und GPU meines Laptops?“ Dies verdeutlicht die verbreitete Unsicherheit darüber, welches Material auf welches Bauteil gehört. Quelle: Reddit r/AcerPredatorHelios
Für CPU- und GPU-Dies, die konzentrierte Wärme erzeugen und diese direkt und effizient an den Kühlkörper abgeben müssen, eignen sich herkömmliche Wärmeleitpaste oder moderne Phasenwechselmaterialien wie Honeywell PTM7950. PTM7950 ist beispielsweise ein polymerbasiertes Material, das bei Betriebstemperatur seinen Aggregatzustand ändert und mikroskopische Unebenheiten wirksamer ausfüllt als viele Pasten. Nutzer diskutieren es zunehmend wegen seiner Langzeitstabilität und Leistung. In Foren wird häufig beschrieben, wie PTM7950-Folien (z. B. 50x40mm) für den präzisen Einsatz auf CPU- und GPU-Dies zugeschnitten werden, statt das Material universell auf jeden Chip aufzubringen. Ziel sind eine minimale Schichtdicke und ein maximaler Anpressdruck, damit die Wärme optimal an die Kupfer-Kontaktplatte des Kühlkörpers übertragen wird.
VRAM- und VRM-Bauteile weisen dagegen häufig unterschiedliche Höhen und unebene Oberflächen auf, weshalb eine dünne Pastenschicht ungeeignet ist. Hier sind Wärmeleitpads oder Wärmeleitkitt erforderlich. Wärmeleitkitt ist eine formbare, nicht aushärtende Masse und besonders wirksam, da er sich unregelmäßigen Formen vollständig anpasst und Spalte füllt, ohne eine exakt gewählte Stärke vorauszusetzen. So entsteht vollständiger Kontakt über mehrere unterschiedlich hohe Bauteile hinweg, was gegenüber zugeschnittenen Wärmeleitpads einen deutlichen Vorteil bietet. Wenn die genauen Abmessungen oder der Materialtyp eines Ersatzes unbekannt sind, kann auch die Wiederverwendung unbeschädigter Original-Pads eine einfache Lösung sein. Ein Besitzer eines Acer Nitro ging so vor, während er die Platzierung des Wärmeleitkitts untersuchte.
Warum Wärmeleitpads mit falscher Stärke die Laptop-Temperaturen verschlechtern können
Ein Wärmeleitpad mit falscher Stärke ist ein häufiger Fehler, der die Wärmeleistung eines Laptops paradoxerweise verschlechtern und dadurch höhere Bauteiltemperaturen sowie verstärkte Drosselung verursachen kann. Die Kühlkörperbaugruppe eines Laptops ist mit präzisen Toleranzen konstruiert, damit sie CPU, GPU, VRAM und VRM optimal berührt. Ein zu dickes Wärmeleitpad verhindert, dass der Kühlkörper bündig auf den CPU- und GPU-Dies aufliegt, und erzeugt über diesen kritischen Wärmequellen einen Luftspalt. Luft leitet Wärme wesentlich schlechter als Kupfer oder Aluminium. Schon ein mikroskopisch kleiner Luftspalt kann die Wärmeübertragung daher stark behindern und die CPU-Temperatur sprunghaft erhöhen.
Ein Besitzer eines Lenovo LOQ berichtete: „Durch den Wechsel zu Pads und das Entfernen des alten Materials habe ich meine Kühlung ruiniert.“ Damit brachte er den Materialwechsel unmittelbar mit der verschlechterten Wärmeleistung in Verbindung. Quelle: Reddit r/LenovoLOQ
Ein zu dünnes Wärmeleitpad stellt umgekehrt keinen ausreichenden Kontakt zu VRAM- oder VRM-Bauteilen her, sodass ebenfalls ein Luftspalt und eine ineffiziente Wärmeübertragung entstehen. Das ist besonders bei Bauteilen wie VRAM problematisch, die bei anspruchsvollen Aufgaben wie Spielen oder Videobearbeitung beträchtliche Wärme erzeugen können. Ohne ausreichenden Kontakt staut sich die Wärme örtlich, was zu Instabilität oder vorzeitiger Alterung von Bauteilen führen kann. In einer Reddit-Diskussion über einen MSI Vector 17 HX wurde ausdrücklich zwischen „0.5 mm Wärmeleitpads oder Wärmeleitkitt für VRAM/VRM“ abgewogen. Dies zeigt, dass die Pad-Stärke bei diesen Bauteilen ein konkreter und entscheidender Faktor ist. Präzises Messen und Auswählen ist unerlässlich.
Um dieses Risiko zu verringern, empfiehlt es sich häufig, die Stärke der ursprünglichen Wärmeleitpads vor dem Austausch mit einem digitalen Messschieber zu messen. Sind die Original-Pads intakt, weder ausgetrocknet noch beschädigt, ist ihre Wiederverwendung an VRAM- und VRM-Bauteilen möglicherweise sicherer, als die richtige Stärke neuer Wärmeleitpads zu schätzen. Sind neue Pads erforderlich, bietet Wärmeleitkitt eine fehlertolerantere Lösung: Durch seine Formbarkeit füllt er unterschiedlich große Spalte aus, ohne den starren Stärkenvorgaben zugeschnittener Pads zu unterliegen. Dadurch bleibt der Anpressdruck über alle Bauteile hinweg gleichmäßig, schädliche Lufteinschlüsse werden vermieden und die vorgesehene Kühlleistung des Laptops bleibt erhalten.
Wann PTM7950 und Wärmeleitkitt helfen

PTM7950 und Wärmeleitkitt können das normale thermische Verhalten wiederherstellen, doch keines der Materialien garantiert einen starken Temperaturrückgang. Ein erfolgreicher Materialwechsel kann wieder für ein akzeptables thermisches Verhalten sorgen, ohne eine dramatische, „wundersame“ Veränderung zu bewirken. Ein Nutzer eines HP Victus schrieb nach dem Erneuern der Wärmeleitpaste: „Es hat kein Wunder bewirkt, aber die Leistung ist wieder gut ... jetzt fühlt sich mein Laptop wie am ersten Tag an.“ Diese Einschätzung entspricht dem Grundsatz, dass optimale Kühlung die vorgesehene Leistung erhalten soll und nicht zwangsläufig bisher unerreicht niedrige Temperaturen erzielen muss.
PTM7950, ein Phasenwechselmaterial, eignet sich besonders für CPU- und GPU-Dies, da es bei Betriebstemperatur weich und fließfähig wird (typischerweise über 45°C) und mikroskopische Unebenheiten sowohl auf dem Die als auch auf der Oberfläche des Kühlkörpers ausfüllt. Das Material bildet eine dünne Grenzschicht und kann in manchen Laptops länger leistungsfähig bleiben als Paste, bei der ein Herauspressen im Laufe der Zeit den Kontakt verschlechtern kann. PTM7950 kann eine stabile Schnittstelle am Die schaffen, ersetzt aber keine Pads oder Wärmeleitkitt auf den umliegenden Bauteilen.
Obwohl PTM7950 hohes Ansehen genießt, äußern manche Community-Threads Skepsis. In einem konkreten Reddit-Thread heißt es sinngemäß: „Der Hype ist längst vorbei, das ist wirklich sinnlos.“ Das Material sollte daher nicht als unbestrittenes Allheilmittel betrachtet werden. Quelle: Reddit r/GamingLaptops
VRAM- und VRM-Bauteile profitieren bei unterschiedlichen Bauhöhen von Wärmeleitkitt: Seine nicht aushärtende, tonartige Konsistenz füllt unregelmäßige Spalte zuverlässiger als ein starres, zugeschnittenes Pad. Diese Flexibilität ist für Bauteile entscheidend, die häufig weder vollkommen plan noch einheitlich groß sind. Die Wärmeleitfähigkeit moderner Kittmassen kann mit vielen Wärmeleitpads der Mittelklasse mithalten und ermöglicht eine sehr gute Wärmeübertragung bei diesen Zusatzchips. Ein Community-Leitfaden auf Reddit zu Wärmeleitkitt für Laptops beschreibt dessen Einsatz zur Verbesserung der Wärmeleistung von Laptop und GPU. Mit dem richtigen Material am richtigen Bauteil lassen sich gezielte thermische Verbesserungen erzielen, die zur Stabilität und Lebensdauer des Gesamtsystems beitragen, auch wenn der Temperaturrückgang nicht immer stark ausfällt.
Warum der Austausch von Wärmeleitpads die Kühlung verschlechtern kann
Die scheinbar einfache Aufgabe, Wärmeleitmaterialien in einem Laptop auszutauschen, birgt mehrere versteckte Fehlermöglichkeiten, die zu einer schlechteren Kühlung als zuvor führen können. Ein besonders kritischer, aber häufig übersehener Fall ist der Austausch des ursprünglichen Materials an den umliegenden Bauteilen gegen universelle Wärmeleitpads. Ein Nutzer eines Lenovo LOQ berichtete ausdrücklich, seine Kühlung sei „ruiniert“, nachdem er das alte Material entfernt und auf Pads umgestellt hatte. Das geschieht oft, weil das ursprüngliche Material – ob spezieller Wärmeleitkitt oder maßgefertigtes Pad – präzise auf die Bauteilhöhen und den Anpressdruck des Kühlkörpers abgestimmt war. Ein handelsübliches Wärmeleitpad mit falscher Stärke oder geringerer Komprimierbarkeit kann unbeabsichtigte Luftspalte erzeugen, insbesondere an VRAM und VRM, die dann thermisch isolierend wirken.
Ein weiterer häufiger Fehler zeigt sich, wenn nach Wartungsarbeiten mit Paste und Pads unerwartet hohe CPU-Temperaturen auftreten. Ein Besitzer eines ASUS ROG G16 verwendete beispielsweise MX-4-Wärmeleitpaste, beobachtete nach den Arbeiten an den Wärmeleitmaterialien beim Spielen aber weiterhin CPU-Temperaturen über 90°C. Dafür kommen mehrere Ursachen infrage: Ein zu geringer Montagedruck des Kühlkörpers verhindert den vollständigen Kontakt zwischen CPU-/GPU-Die und Kontaktplatte; eine ungleichmäßig verteilte Paste hinterlässt mikroskopische Lufteinschlüsse; oder die Oberflächen werden während der Arbeit verunreinigt. Die Summe dieser kleinen Fehler kann jeden möglichen Vorteil der neuen Materialien zunichtemachen und zu thermischer Drosselung sowie geringerer Leistung führen. Moderne Laptops mit ihren eng integrierten Kühllösungen reagieren besonders empfindlich auf die präzise Ausführung dieser thermischen Schnittstellen.
Bestimmte Hotspots gezielt behandeln: Spezialfälle zur Optimierung von Wärmeleitpads
Allgemeine Hinweise zu Wärmeleitpaste und Wärmeleitpads gelten für viele Geräte. Bestimmte Laptop-Konstruktionen und Hochleistungskomponenten schaffen jedoch Spezialfälle, in denen die Materialoptimierung noch wichtiger wird. Dazu gehören leistungsstarke Gaming- oder Workstation-Laptops mit einer gemeinsamen Kühlbaugruppe für CPU und GPU. Bei diesen Systemen deckt ein einzelner Kühlkörper häufig CPU und GPU sowie die zugehörigen VRAM- und VRM-Module ab. Die thermischen Anforderungen sind enorm und das Zusammenspiel der verschiedenen Wärmeleitmaterialien ist komplex. Ein Reddit-Thread über einen MSI Vector 17 HX mit Intel Core i9-14900HX und RTX 4080 Laptop GPU verdeutlichte beispielsweise, wie schwierig die Wahl zwischen 0.5 mm Wärmeleitpads und Wärmeleitkitt für die VRAM-/VRM-Bauteile in einem derart leistungsstarken, integrierten System ist.
Ein weiterer Sonderfall betrifft Laptops mit kleinen, quaderförmigen Bauteilen in CPU-Nähe, die häufig von einem auffälligen rosafarbenen Wärmeleitmaterial umgeben sind. Ein Besitzer eines ThinkPad L14 Gen3 entdeckte drei solcher quaderförmigen Objekte nahe der CPU und fragte sich, ob es sich um VRM-Bauteile und bei dem rosafarbenen Material tatsächlich um Wärmeleitkitt handelte. Die richtige Bestimmung dieser Bauteile ist entscheidend: Wird ein starres Wärmeleitpad dort eingesetzt, wo formbarer Wärmeleitkitt erforderlich ist, können schlechter Kontakt und lokale Überhitzung die Folge sein. Diese Fälle unterstreichen, wie wichtig eine bauteilspezifische Materialwahl anstelle einer Universallösung bei der Wartung von Wärmeleitpads in Laptops ist.
Zu den beschriebenen Behelfslösungen zählen Wärmeleitkitt sowie Kupfer- oder Aluminium-Zwischenlagen, die Wärme in das Gehäuse verteilen. Bei einer solchen Modifikation werden Wärmeleitkitt sowie Kupfer- oder Aluminium-Zwischenlagen als Bestandteil eines thermischen Laptop-Umbaus erwogen. Ein Community-Leitfaden auf Reddit wurde eigens geteilt, um die Wärmeleistung von Laptop und GPU durch solche Änderungen zu verbessern. In einem anderen Beispiel wurden Kupfer-Heatpipes mithilfe von Wärmeleitpads thermisch mit der Aluminium-Bodenabdeckung verbunden; ein konkreter Reddit-Thread berichtete von einer geringfügig besseren Leistung durch die Wärmeabgabe an das Gehäuse. Bei diesen Modifikationen muss das Material zum Wärmepfad des Laptops passen. Sie eignen sich nicht für jedes Gehäuse.
Häufig gestellte Fragen
Für die CPU- und GPU-Dies eines Laptops wird Wärmeleitpaste in der Regel einem Wärmeleitpad vorgezogen. Wärmeleitpaste, insbesondere hochwertige Varianten oder Phasenwechselmaterialien wie PTM7950, bildet zwischen Die und Kühlkörper eine dünnere, wirksamere Grenzschicht und maximiert die Wärmeübertragung. Wärmeleitpads sind für die direkte CPU-/GPU-Schnittstelle meist zu dick und weniger leitfähig. Dadurch können Luftspalte entstehen, welche die Kühlung behindern.
Nein, auf der CPU oder GPU eines Laptops sollten Sie Wärmeleitpads nicht anstelle von Wärmeleitpaste verwenden. Wärmeleitpads sind für Bauteile wie VRAM und VRM ausgelegt, die unterschiedliche Höhen und unebene Oberflächen aufweisen. Ein Wärmeleitpad auf CPU/GPU kann den richtigen Kontakt des Kühlkörpers verhindern und dadurch starke Überhitzung sowie thermische Drosselung verursachen. Nutzer haben nach falscher Anwendung von CPU-Temperaturen über 90°C berichtet.
Wärmeleitkitt ist bei VRAM- und VRM-Bauteilen in Laptops eine sehr gute Alternative zu Wärmeleitpads. Seine formbare, nicht aushärtende Konsistenz passt sich unregelmäßigen Formen genau an und füllt unterschiedlich hohe Spalte, sodass optimaler Kontakt und eine gute Wärmeübertragung entstehen. Diese Flexibilität macht ihn für diese speziellen Bauteile starren Wärmeleitpads überlegen, verhindert Luftspalte und verbessert die gesamte Kühlleistung.
Wie oft sollte ich die Wärmeleitpads in meinem Laptop austauschen?
Wärmeleitpads können länger halten als Wärmeleitpaste, doch ihre Nutzungsdauer hängt vom Material, der Wärmebelastung und der Konstruktion des Laptops ab. Sie altern anders als Paste und sollten nach dem Zerlegen oder bei steigenden Temperaturen geprüft werden. Wenn Sie erhöhte Temperaturen oder übermäßige Lüftergeräusche feststellen oder den Laptop aus einem anderen Wartungsgrund zerlegen, sollten Sie die Wärmeleitpads auf Anzeichen einer Alterung untersuchen, etwa Zerbröseln, Verhärten oder Ölaustritt, und sie bei Bedarf austauschen.
Quellen und Belege
- CPU-Temperaturen über 90°C beim Spielen trotz aufgetragener MX-4-Wärmeleitpaste (Reddit r/pcmasterrace)
- Bei einem ASUS TUF F15 wurden bereits nach 10 Minuten 96°C gemessen, obwohl sowohl Wärmeleitpaste als auch Wärmeleitkitt aufgetragen worden waren (Reddit r/ASUSTUF)
- Die thermische Drosselung setzt typischerweise bei Sperrschichttemperaturen von 95-105°C ein (Electronics Cooling Magazine)
- Ein Reddit-Nutzer fragte ausdrücklich: „Welches Wärmeleitpad eignet sich besser für CPU und GPU meines Laptops?“ Dies verdeutlicht die verbreitete Unsicherheit darüber, welches Material auf welches Bauteil gehört. (Reddit r/AcerPredatorHelios)
- Ein Besitzer eines Lenovo LOQ berichtete, seine Kühlung sei „ruiniert“, nachdem er das alte Material entfernt und zu Pads gewechselt hatte (Reddit r/LenovoLOQ)
- In einer Reddit-Diskussion über einen MSI Vector 17 HX wurde ausdrücklich zwischen „0.5 mm Wärmeleitpads oder Wärmeleitkitt für VRAM/VRM“ abgewogen (Reddit r/MSILaptops)
- Ein erfolgreicher Materialwechsel kann wieder für ein akzeptables thermisches Verhalten sorgen, ohne eine dramatische, „wundersame“ Veränderung zu bewirken. Ein Nutzer eines HP Victus schrieb nach dem Erneuern der Wärmeleitpaste: „Es hat kein Wunder bewirkt, aber die Leistung ist wieder gut ... jetzt fühlt sich mein Laptop wie am ersten Tag an.“ (Reddit r/HPVictus)
- Obwohl PTM7950 hohes Ansehen genießt, äußern einige Community-Mitglieder Skepsis. Ein Nutzer erklärte sinngemäß, der Hype sei längst vorbei und das Material sinnlos. Es sollte daher nicht als unbestrittenes Allheilmittel betrachtet werden. (Reddit r/GamingLaptops)
- Ein Community-Leitfaden auf Reddit zu Wärmeleitkitt für Laptops wurde eigens zur Verbesserung der Wärmeleistung von Laptop und GPU geteilt (Reddit r/LenovoLegion)
- Ein Besitzer eines ThinkPad L14 Gen3 entdeckte drei quaderförmige Objekte nahe der CPU und fragte sich, ob es sich um VRM-Bauteile und bei dem rosafarbenen Material tatsächlich um Wärmeleitkitt handelte. (Reddit r/thinkpad)
Community- und Nutzerquellen
- Beim Spielen habe ich CPU-Temperaturen über 90C gesehen, während die Lüfter auf Automatik standen. Auch die Seiten der Tastatur fühlen sich heiß an. (Reddit-Nutzer (Reddit))
- Schon beim Berühren der Tastaturoberseite verbrenne ich mir die Finger; wenn ich kein ressourcenintensives Spiel spiele, liegt mein PC bei 67 ... (Reddit-Nutzer (MSI) (Reddit))
- Gaming-Laptops verdienen heutzutage die Bezeichnung Laptop nicht mehr. Man kann sie nicht auf den Schoß legen. Man würde sich verbrennen ... (Reddit-Nutzer (Reddit))
- Ich habe gerade einen ASUS ROG Zephyrus G16 bekommen. Schon wenn der PC nur eingeschaltet den Desktop zeigt, wird er auf meinen Beinen ziemlich heiß ... (Reddit-Nutzer (ASUS ROG) (Reddit))
- Ich ging meinem Tag nach, bis ich plötzlich meinen Laptop nehmen wollte und bemerkte, dass er glühend heiß war. Er war so heiß, dass meine Finger ... (Reddit-Nutzer (Lenovo Legion) (Reddit))
- Zum Vergleich: Ich nutze Llano 12. Es kann die Temperaturen um 10/15c Grad senken, ist aber laut. Mit Kopfhörern ist es in Ordnung ... (Reddit-Nutzer (Reddit))
- Ich hatte den IETS GT600, dessen Konstruktion dem ILLANO V10/V12 ähnelt. Er ist SEHR LAUT und klingt wie ein Flugzeug, wenn ... (Reddit-Nutzer (Reddit))
- Bei maximaler Drehzahl ist er meiner Einschätzung nach ungefähr halb so laut wie ein normaler Staubsauger oder ein großer Ventilator. Meist nutze ich 1200rpm und während ... (Reddit-Nutzer (Reddit))
- Bs2 pro ist MIT ABSTAND der leiseste und wirksamste Laptop-Kühler. Alles andere von Llano und IETS klingt wie ein ... (Reddit-Nutzer (Reddit))
- 1. Kein Kühlpad: CPU 89°c GPU 70°c 2. Kühlpad bei 1000rpm: CPU 78°c GPU 56°c 3. Kühlpad bei 2800rpm: CPU 72° ... (Community-Feedback)
- Bei maximaler Last in Battlefield 6, Turbomodus + CPU-Boost, lagen die CPU-Temperaturen zwischen 78-84 Grad ... (Community-Feedback)
- CPU-Temperatur in Time Spy: 93C mit Kühlpad (max.): 82C GPU-Temperatur: 73C mit Kühlpad (max.): 63C (Community-Feedback)
- Meine Leerlauftemperaturen sanken von 45C~ auf 27C~. Spiele wie Fortnite, Battlefield 6 und COD in 1080p Ultra fielen ... (Community-Feedback)
- llano v10-12-13 (beste Kühlung, laut, integrierter Staubfilter, am teuersten, -10 Grad Unterschied) ... klim everest (n ... (Community-Feedback)
